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How to BGM - Besser geht es mit Mitarbeitern

Aktualisiert: 2. Juli



Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ist es wichtig zunächst einmal die einzelnen Begrifflichkeiten zu definieren.

BGM ist, wie der Name schon verrät, eine Management Aufgabe, d.h. hier passiert die Budgetplanung, der zeitliche Rahmen, der Maßnahmenplan, die Evaluation etc. Wichtig zu beachten ist, nur wenn ich in Prozessmanagement- Zyklen Arbeite (PDCA) kann ich die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten, die im § 20 SGB V Primäre Prävention und Gesundheitsförderung festgelegt sind, in Anspruch nehmen.


BGM ist im Arbeitsschutzgesetz verankert und sollte mit seinen Maßnahmen zur Senkung des Krankenstandes, Mitarbeiterbindung und Gewinnung, dem Erhalt von Fachwissen etc. beitragen. Durch die gezielten Maßnahmen erreichen wir eine nachhaltige Förderung der Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter, wir sorgen für gute Arbeitsbedingungen, die Steigerung der Lebensqualität, Produktivität, Produktqualität und Schluss endlich auch der Lebensqualität.


Grundsätzlich sollten alle Maßnahmen in diesem Bereich für alle Mitarbeiter nachvollziehbar sein, denn nur wenn der Mitarbeiter den Sinn hinter der Maßnahme versteht, wird er sie auch umsetzen. Maßnahmen sollten Ressourcen stärkend wirken und das Miteinander fördern und ein Zeichen von Wertschätzung sein.



Die erste Säule des BGM ist die Arbeitssicherheit. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist gesetzlich verankert im ArbSchG, ASiG und SGB V, um nur einen Teil der Gesetze aufzuzählen. Ziel ist die Prophylaxe von Verletzungen, Gesundheitsschäden oder Berufskrankheiten. Er ist zu gleichen Teilen verpflichtend für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Die Kontaktstelle für weitere Informationen ist die Brachen zugehörige Berufsgenossenschaft.


Die zweite Säule ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). Dies ist geregelt im §84 Abs.2 SGB IX- Ziel des BEM ist die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. Ein BEM-Prozess muss eingeleitet werden, wenn der/die betreffenden Mitarbeiter/in mind. 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt krank ist. Dies entspricht dann 46 Kalendertage in 12 Monaten.

Der BEM-Prozess sollte als Chance verstanden werden und ist für den/die Mitarbeiter/in freiwillig. Für den Arbeitgeber verpflichtend, d.h. es besteht hier eine Dokumentationspflicht.


Die dritte Säule des Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Die BGF ist die operative Ebene des BGM und eine nicht verpflichtende Ebene. Hier besteht die Möglichkeit der Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Ziel der BGF ist es die Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern, Erkrankungen vorzubeugen, persönliche Ressourcen und Kompetenzen der Mitarbeiter zu stärken.

Die Maßnahmen der BGF sollten unbedingt einen direkten Bezug zum Arbeitsplatz haben und machen auch nur dann einen Sinn, hinsichtlich der Mitarbeiterbindung und des Gesundheitsschutzes.


Grundsätzlich gilt im Rahmen der Leitlinien für erfolgreiche BGF und damit um einen direkten Bezug zur Mitarbeiterbindung/Gewinnung herzustellen:

1. Auf die Partizipation achten, d.h. die gesamte Belegschaft muss einbezogen werden.

2. Auf Ganzheitlichkeit achten. Maßnahmen sollten verhaltens- und verhältnisorientierte sein, sie sollten der Risikoredunktion inkl. Aufbau von Schutzfaktoren und Gesundheitspotentialen dienen.

3. Auf die Integration achten, BGM ist eine Grundlage in der Unternehmensphilosophie und sollte Berücksichtigung bei der Planung der BGF-Maßnahmen finden.

4. Projektmanagement ist im BGM wichtig, im Sinne der systematische Durführung im Rahmen eines PDCA-Zyklus inkl. Evaluation.




Abschließend möchte ich noch eines meiner Lieblingszitate von R. W. Emerson zitieren:


„Fang zu tun an, dann hast Du auch die Kraft dazu!“


Vieles ist im BGM und der BGF möglich. Viele der Maßnahmen können gefördert werden, aber machen Sie sich erst einen Plan, machen Sie zuerst einen „Befund/ eine Analyse“ bevor Sie in blinden Aktionismus verfallen. Den nur wenn ich weiß wo die Bedarfe und Bedürfnisse liegen kann einen guten Rahmen schaffen, Ressourcen aufbauen und ein nachhaltiges BGM etablieren.



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